7 Zafra – Villafranca de los Barros

Samstag 22. März 2014          19.6 km

Im Bett musste ich nicht frieren, Die Decken waren angenehm warm. Um sieben stand ich auf, packte und richtete mich. Kurz vor acht öffnete mir der Hospitalero die Türe nach draussen und – oh Schreck – es regnete. Ich stülpte mir die Kapuze über und an der nächsten Ecke zog ich die Regenhosen an und montierte die Rucksack-Regenhülle. Die Kapuze verdeckte mir die Sicht und so musste ich den Rucksack nochmals abschnallen und die Schirmmütze rausholen, die ich unter die Weiterlesen

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6 Calzadilla de los Barros – Zafra

Freitag 21.März 2014     20.4 km

Ich konnte einigermassen gut schlafen. Um sechs stehe ich auf und richte mich langsam. Um viertel vor sieben ging ich in die Bar hinunter und bestellte einen Kaffee. Neun Männer sassen bereits dort, schauten Fern und tranken Kaffee, Bier und Schnaps.Um sieben lief ich los, vorbei an der Kirche, über den Platz auswärts auf einen Feldweg. Vermutlich hatte es in der Nacht geregnet. Der Weg war nass. Nebel lag über dem Land. Die Sichtweite betrug max. 100 m. Von der Landschaft sieht man nicht viel. Es ist flach bis leicht hügelig, Ackerland, Weiden und Reben, von denen man aber nur den zurückgeschnittenen Stock sieht. Weiterlesen

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5 Monesterio – Calzadilla de los Barros

Donnerstag 20. März 2014          28.7 bm

Diese Nacht konnte ich relativ gut schlafen. Bevor ich loslief schrieb ich ein Email an LEKI betreffend des gebrochenen Stockes. In der Nacht hat es geregnet. Ich laufe um acht Uhr los, mit einem Stock. Den gebrochenen verstaute ich am Rucksack. Die Landschaft erinnert an britische oder irische Landschaften mit Steinmauern links und rechts am Weg. Weiterlesen

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4 Almadén de la Plata – Monesterio

Mittwoch, 19. März 2014          36.2 km

In der Nacht schlief ich sehr schlecht. Auch Carsten wälzte sich hin und her. Plötzlich packte er seine Sachen und verzog sich. Gegen Morgen konnte ich dann endlich schlafen. Kurz nach sechs stand Anna auf und auch gleich danach. Zum Packen trugen Weiterlesen

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3 Castillblanco de los Arroyos – Almadén de la Plata

Dienstag, 18. März 2014          30.7 km

Um sechs Uhr klingelte der Wecker. Für diese lange Etappe wollte ich auch früh los. Jutta und Roland fuhren mit dem Taxi bis zum Eingang des Naturparks. Sie wollten die 18 km auf der Landstrasse auslassen und hängten dafür noch die 15 km der nächsten Etappe an. Daher werde ich sie wahrscheinlich nicht mehr sehen.

 

Ich lief Weiterlesen

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2 Guillena – Castilblanco de los Arroyos

Montag, 17. März 2014          22.2 km

Der neue, leicht Schlafsack bewährte sich. Um sieben ertönte Annas Telefon. Wir waren beide schon vorher wach. In der Küche konnten wir uns Frühstück zubereiten. Anna lief schon bald los. Ich liess mir Zeit und unterhielt mich noch mit dem deutschen Paar, das aus Paderborn stammt. Kurz nach acht machte auch ich mich auf den Weg. Am Ortsrand machten sich die Marktfahrer dran ihre Stände auf zu bauen. Ausserhalb Weiterlesen

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1 Sevilla – Guillena

Sonntag 16.März 2014          22.8 km

Jetzt geht’s los

Nach einer ruhigen Nacht, die Musik und der Magen verhielten sich in mässigem Rahmen, richtete ich mich zur ersten Etappe. Vor der Pension liess ich noch ein Foto von mir machen und dann begann um acht Uhr mein Camino. Die Route habe ich mir auf dem Stadtplan eingeprägt, soweit der reichte. Nun benötigte ich den Führer, der noch im Rucksack verstaut ist. Als ich den Rucksack wieder anschnallte, hörte ich hinter mir ein Rufen. Die Wanderstöcke in ihren Händen, zeigte mir gleich, dass es sich ebenfalls um eine Pilgerin handelte. Wir begrüssten uns auf Spanisch. Anna hiess sie und stammt aus Ungarn, aus Budapest, wie sie später erklärte. Sie erzählte mir, dass sie gerade den Weiterlesen

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Sevilla

Freitag 14. März 2014

Nun sitze ich hier in Sevilla auf der Alameda de Hércules und schreibe meinen ersten Bericht.

Nachdem ich bis heute Morgen nicht sicher war, ob ich den Jakobsweg beginnen kann, klappte es nun doch noch. Anfangs Dezember 2013 buchte ich die Flüge und begann mit den Vorbereitungen. Am 3. Januar starb Samira und ihr Tod lies mich erstmals zweifeln, ob Silvia meine lange Abwesenheit verkraften kann. Vor drei Wochen erkrankte sie zuerst an einer Ohrenentzündung und dann an einer Entzündung im Gesässknochen. Das schränkte ihre Bewegungsfreiheit stark ein und schmerzte sehr. Vor vier Tagen kam noch eine akute Magen-Darmgrippe dazu. Diese besserte sich am übernächsten Tag stark und ich hoffte wieder auf meinen Start. Mittwochnacht erwischte es mich. Ich musste fürchterlich Erbrechen und hatte Durchfall. Am Donnerstagmorgen erledigte ich im Geschäft noch die wichtigsten Arbeiten und mittags legte ich mich mit Fieber hin. Zum Schlafen zog ich ein wollenes Unterleibchen, einen Pullover und den Trainer an. So schlief ich recht gut bis um zehn vor fünf der Wecker läutete. Geschwächt machte ich mich auf den Weg. Mit dem Bus nach Schaffhausen, dem Zug zum Flughafen und mit Zwischenlandung in Barcelona nach Sevilla. Der Anschluss mit dem Bus klappte schnell und die vier Haltestellen habe ich richtig gezählt. Aber wo ist die Anschluss-Haltestelle? Einmal im Kreis um die Strassen rum, natürlich in der falschen Richtung, und nach Fragen fand ich den richtigen Bus. Nun galt es wieder acht Haltestellen zu zählen. Ab der fünften Haltestelle kroch der Bus nur noch und bei der siebten hiess es den Bus wechseln. Beim Losfahren merkte ich, dass die Fahrt über den Guadalquivir (Fluss) geht und das kann nicht richtig sein. Vermutlich habe ich beim ersten Bus Wechseln zu Fuss eine Haltestelle übersprungen. So lief ich halt wieder eine Haltestelle zurück. Nach zweimal Fragen gelangte ich zur Pension Alameda. Das Zimmer ist einfach, mit einer separaten Dusche/WC auf dem Flur. Nach SMS nach Hause machte ich noch einen Bummel ins Zentrum und trank in der Altstadt einen Tee, statt eines Bieres. Das Laufen geht noch nicht so gut, der Magen macht sich noch bemerkbar. Weiterlesen

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