11. Moclín – Alcalá la Real

Dienstag 17. April 2018 23 km

Moclin morgens um sieben

Als erster laufe ich um 7 Uhr los. Die Signalisation im Ort ist wieder dürftig. So lande ich zuerst beim Castillo oben. Mit GPS und der Beschreibung im Wanderführer finde ich dann den Weg aus dem Dorf raus. Zur Belohnung für den gestrigen Aufstieg gehts heute gleich wieder runter. Wenigstens nicht so lange. Auf zwei Bergspitzen sind zwei Türme auszumachen. Vielleicht bildeten diese eine Singnalisationskette nach Granada, dem letzten noch standhaft gebliebenen Maurischen Königreich.
In den Tiefen des Tales schweben noch einige Nebelschwaden. Nach Erreichen des tiefsten Punktes holt mich Andreas ein. Er stand gerade auf, als ich die Herberge verliess. Wir gehen ein Stück zusammen. Er macht aus Zeitgründen nur einige Etappen dieses Weges. Zu der Beschilderung in Granada kam er zum gleichen Urteil wie ich. Er läuft schneller als ich und zieht dann davon. Im steilen Aufstieg in einem Olivenberg, bin ich nochmals zu ihm aufgeschlossen. Er sucht den Weg durch die Bäume. Bald muss ich ihn wieder ziehen lassen. Es wird so warm, dass ich mir die Jacke ausziehen muss. Nach Erreichen des höchsten Punktes mache ich eine Pause auf einem geeigneten Stein.

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Acht Kilometer sind geschafft. In dieser Zeit passiert mich auch Toni aus Berlin. Er meint, dass wir uns in der nächsten Bar treffen sollen. Nach einiger Zeit sehe ich ihn bei einem Bach warten. Beim Versuch die Stelle zu passieren, sank er 10 cm im Dreck ein. Er wollte mir das ersparen und wartet, um mir den geeigneten Durchgang zu zeigen. Anschliessend laufen wir zusammen. Hier stehen tausende Olivenbäume. Ringsum nur Oliven. In Cequia, nach der Hälfte des Weges, ist eine Bar angegeben, die wir aufsuchen wollten. Leider ist sie geschlossen. Kein Problem: Im nächsten Ort nach einem Kilometer ist die nächste. Leider auch die nächste, die geschlossen ist. Dann folgte eine Käserei, die zugleich auch Informationsstelle ist. Im Laden sehe ich nur Käseprodukte und Wein. Ich frage nach Cerveza und die Verkäufer öffnet mir eine Tür. Nein nicht Servicio (Toilette) suche ich, sondern Bier. Leider bieten sie das nicht an. So sind wir durstig an drei geschlossenen Bars vorbeigekommen.

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Nach 15 km sehe ich ein schattiges Plätzchen an einem Bach und mache hier Pause. Toni zieht weiter. Eine Zeitlang verläuft der Weg auf der Landstrasse. Als er auf der andern Strassenseite wieder ins Feld rein führt, setzt er sich durch grosse Spargeläcker fort. Auch hier sind sie am Ernten. Heute viele Oliven und Spargeln, aber keine Bar, wo man sie probieren kann. Zwei Bäche gilt es noch zu überqueren. Bei beiden sorgen Steine dafür, dass man trockenen Fusses rüber kommt. Nach einem letzten schweisstreibenden Aufstieg in einem weiteren Olivenberg, in der Zwischenzeit ist es heiß geworden, sieht man die Festung von Alcalá la Real, dem heutigen Etappenziel.

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Ich suche eines der Hostals auf, die im Wanderführer verzeichnet sind. Eine Herberge gibt es nicht. Im Hostal Río de Oro nehme ich ein Zimmer für 28 €. Um viertel nach zwei bin ich hier. Zuerst duschen und dann die Wäsche waschen und im ganzen Zimmer aufhängen. Hoffentlich trocknet sie.

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