1 Zamora – Montamarta

Montag 11.Mai 2015          21.6 km

Nach anderthalb Tagen in Madrid bin ich heute um 12 Uhr mit dem Bus in Zamora eingetroffen. Unterwegs vom Bushof zur Herberge kaufe ich Lebensmittel und Wasser ein. Leider erwische ich eine Mineralwasserflasche mit Kohlensäure und Zitronen-Geschmack. Das Problem dabei ist, dass die Kohlensäure beim Laufen einen Überdruck erzeugt und das Wasser durch den Trinkschlauch rausdrückt. In der Herberge will ich meinen ersten Stempel holen und nachschauen, ob eventuell mein Holzstock vom letzten Jahr noch dort steht Leider ist sie noch geschlossen bis 14 Uhr. So lange will ich nicht warten und so lasse ich mir den Pilgerpass auf dem Polizeirevier abstempeln.Nach dem Abzippen der Hosenbeine starte ich meinen Camino. Die Temperatur lieg bei ca. 30° und solle im Laufe des Tages noch steigen. Der erste Teil verläuft entlang der Landstrasse. Das «Unkraut» am Strassenrand würde bei uns jeden Gartenfreund erfreuen. Margriten, Mohn, violette und knallrote Blumen zieren den Weg. Landschaftlich ist es nicht der Hit. Nach der Vorstadt-Industrie wechseln sich Äcker und Felder ab. Ein Wäldchen nach 2 Stunden bietet Schatten für die erste Pause. Im einzigen Dorf unterwegs finde ich leider keine Bar am Weg. Eben und gerade verläuft der Weg und die Sonne brennt vom Himmel. In der baumlosen Gegend ist kein Schatten mehr zu finden. Ein Gestrüpp bietet dann endlich ein wenig Schatten für den zweiten Halt. Immerhin sorgt ab und zu ein Windstoss für etwas Abkühlung. Durch den Weg vom Bushof zur Herberge verlängerte sich die Distanz auf 21 km wodurch ich erst nach 18 Uhr in der Herberge von Montamarta eintreffe. Sie liegt etwas ausserhalb des Ortes. Von den 24 Betten sind bis auf drei alle belegt. Die meisten Gäste sind Spanier. Nach der wohltuenden Dusche und der Wäsche waschen erscheint der Hospitalero, stempelt den Pass und kassiert die 5 Euro. Zum Einkaufen gehe ich noch ins Dorf. In der nahen Bar bestelle ich ein Bier und frage, ob man etwas essen kann. Die Bedienung sagt, ab 20 Uhr. Da es schon 19 Uhr ist, bleibe ich und schreibe Tagebuch. Die Bedienung macht Feierabend und als ich vor 8 den Kellner/Wirt wegen des Essens frage, sagt er, dass es heute nichts gebe und die Bar schliesse. Er macht mir dann doch noch eine kleine Tapa und wollte mir sein halbes Bocadillo anbieten. So gehe ich halt zur Herberge zurück, esse noch etwas Brot und den halben Käse, der in der Hitze geschmolzen war. Den Rest muss ich entsorgen. Ich setzte mich noch etwas vor die Herberge und schreibe das Tagebuch weiter. Vier Pilger aus dem Baskenland geniessen ebenfalls die Abendsonne. Um halb 10 sind die meisten im Bett.

Zamora - Montamarta
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