Behla – Fürstenberg – Gutmadingen – Wartenberg – Donau – Behla

Weiden bei Fürstenberg

Weiden bei Fürstenberg

Am Aschermittwoch fahre ich nach Behla, dem Ausgangspunkt der heutigen Wanderung. Nach Wetterbericht ist es der letzte Tag der langen Schönwetter-Periode. Ich durchwandere den Ort und verlasse ihn in Richtung Osten. Nach drei Kilometer beginnt der Aufstieg zum Fürstenberg.

Der Ort Fürstenberg liegt auf rund 800 m, zählt ca. 500 Einwohner und liegt unterhalb des gleichnamigen Berges. Bei der Rast am Ortsausgang erhält man den ersten Überblick auf die «Riedbaar» und das Tal der jungen Donau. Vorbei an einer Startrampe für Gleitschirmflieger steigt der Weg auf 910 m zur Kuppe des Fürstenbergs. Von hier wird der Blick frei in die Schweizer Alpen und zu den Schwarzwaldgipfeln. Früher war hier oben die Burg und die Stadt Fürstenberg, der Stammsitz der Fürstenberger. Ein Grossbrand machte das Städchen 1841 unbewohnbar und es wurde am heutigen Standort neu gebaut.

Ein Abstieg führt zum Wanderparkplatz «Schächen» mit (noch geschlossenem) Restaurant. Der weitere Weg führt jetzt in den Wald hinein. Ein Eichhörnchen versteckt sich vor mir und der Videokamera auf dem Baum. Was ich nicht gesehen habe, ist der nach rechts zeigende Pfeil, der ausgerechnet an diesem Baum befestigt war. So laufe ich den breiteren Weg und der endet nach 1.2 km. Die Karte rät mir umzukehren und auf dem geplanten Weg weiter zu laufen. Bald kommt das nächste Hindernis. Der Weg ist wegen Forstarbeiten gesperrt. Kein Hinweis am Anfang dieses Weges deutet darauf hin. Die allradbetriebenen Forstarbeiter kümmert das einen Sch…. ob die Wanderer dadurch einen zweistündigen Umweg machen müssen. Da ich bis jetzt keine Motorsäge gehört habe (die Waldarbeiter schlafen vermutlich noch den Fastnachtsrausch aus), laufe ich weiter. Über dem Weg liegen viele gefällte Bäume, die es zu Übersteigen gilt. Nach ca. 500 m sind die Hürden überwunden und der Rastplatz der Wendthütte ist erreicht. Aus einem abgestellten Auto erscheint der nackte Oberkörper eines Mannes. «Der hat auch noch Hitze» denke ich. Als er ganz aus dem Auto raus ist, sehe ich, dass er komplett nackt ist.  Als er mich erblickte, verschwand er schnell wieder im Auto. Ob der noch auf dem Heimweg von der Fastnacht war? Meine geplante Pause verschiebe ich unter diesen Umständen und setze den Weg in Richtung Gutmadingen fort. Nach dem Verlassen des Waldes überblickt man die «Riedbaar» mit den Windungen der Donau. Der Abstieg führt nach Gutmadingen hinunter. Vor dem Dorf frage ich einen Passanten, ob es ein Restaurant gibt, um etwas zu Essen. Eines sei heute geschlossen und bei den andern wisse er nicht, ob sie jetzt, nach den strengen Fastnachtstagen nicht auch geschlossen seien. Tatsächlich haben beide Ferien bis am Sonntag. So setze ich mich ausserhalb des Ortes auf eine Bank und verpflege mich aus dem Rucksack. Auf einer Wiese nebenan verpflegen sich auch zwei Schwäne.

Eine Holzbbrücke führt über die Donau und eine Unterführung lässt die stark befahrene Bundesstrasse gefahrlos queren. Dann folgt der Aufstieg zum Wartenberg. Aus der Ferne sah es gar nicht so steil aus. Die Strasse führt in direkter Linie den Berg hoch. Zwei-, Dreimal musste ich anhalten «um die Gegend zu betrachten». Nach 35 Minuten sind die 150 Höhenmeter überwunden. Auf dem Berg sieht man weit ins Tal. Zuoberst steht das Schloss (Privatbesitz) und ein Stückchen weiter unten die Burgruine. An dieser vorbei führt der Weg wieder abwärts. Statt des markierten Waderweges laufe ich nach der Karte durch den Wald abwärts. Beim Verlassen des Waldes erblicke ich ein grosses Hirschrudels. Noch bevor sie mich wahrgenommen haben, trete ich in den Wald zurück um die Videokamera hervor zu holen. So gelingt es mir, das Rudel zu Filmen, bevor es in den Wald flüchtet.

Nach dem erneuten unterqueren der Bundesstrasse geht es auf dem Radweg zurück nach Neudingen und überquere dort wieder die Donau. Auf einen Fedweg geht es weiter Richtung Sumpfohren.  Den Ort umlaufe ich südlich und nach acht Stunden ( 5:10 in Bewegung) und 25.5 km bin ich zurück in Bela.

Begleite mich im Film.

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2 Responses to Behla – Fürstenberg – Gutmadingen – Wartenberg – Donau – Behla

  1. Martha sagt:

    Hallo Peter
    Schöne Natur und die Tiere ,ich kann durchaus verstehen ,dass solche Wanderungen
    „SÜCHTIG „machen können
    Liebe Grüsse Martha

  2. Fischer Rosmarie sagt:

    Grüezi Peter
    Es sagte einmal ein Schlaatemer, als eine ganze Gruppe den Weg nicht mehr fand : Wo Berge sich erheben, da kannst du was erleben ! Schöne Bilder mit dem blühenden Sei-
    delbast, den verschiedenen Tieren und dann noch die tolle Musik ( Dornenvögel ) dazu.
    Vielen Dank und liebe Grüsse Rosmarie Fischer

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