18. Alcaracejos – Hinojosa del Duque

Mittwoch 25. April 2018    23.2 km

Ginster wars, ….

Schon vor 6 Uhr bin ich wach. So früh will ich noch nicht raus. So nehme ich mir noch Zeit, um einige Zeilen für den gestrigen Beitrag zu schreiben. Nach sieben starte ich dann, gemäss der Beschreibung im Buch. Die Häuser der «Stadt» sind bald zurück gelassen. Ich musste bald feststellen, dass es heute Morgen sicher 5° kälter ist als gestern. Die Jacke hervorholen mochte ich aber nicht, so legte ich einfach einen Zahn zu, um warm zu bekommen. Der Weg führt an einigen Landwirtschaftlichen Betrieben vorbei. Und natürlich durfte das Bellen der Hühner und Krähen der Hunde (oder wars umgekehrt?) nicht fehlen. Also mich würde das ewige Gekläffe nerven. Nach drei Kilometer war bereits Villanueva del Duque, das erste Dorf, erreicht. Hier wurde vermutlich früher, nach dem Denkmal mit Loore zu schliessen, Erz abgebaut. Der Weg verläuft heute ausschliesslich über landwirtschaftlich genutztes Land. Weiden, Kornfelder, Äcker sind heute im Angebot. Sogar ein frisch geerntetes Kornfeld mit Rundballen durchlaufe ich.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Auf dem sandigen Weg fallen immer wieder kleine Sandkegel auf. Ich wusste nicht, sind sie von Würmern oder Ameisen, bis ich einen Ameisen-Camino von und zu einem dieser Haufen sah. Im zweiten Dorf sah ich dann endlich den ersten Storch. Ich rätselte schon lange, wo diese wohl geblieben sind. In einer Bar verpflegte ich mich mit einem Bocadillo. Der ganze war mir zu viel und der Wirt packte mir den Rest in Alufolie. Was heute speziell aufgefallen ist, und mich den ganzen Weg begleitete, sind die intensiven Farben der Pflanzen, von den grünen Gräser und Getreide, über den leuchtenden roten Mohn, tiefblaue und weisse Blumen bis zum gelben Ginster. Und natürlich den ganzen Tag das U-U-U des unsichtbaren Wiedehopfes.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Pause machte ich am Rande eines gepflügten Feldes. Die Erde ist sehr sandig. Ich schaute den riesigen Ameisen zu, die um meine Schuhe rum strichen. Die Temperatur war erträglich, ein leichter Wind sorgte meistens für ein bisschen Erfrischung.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Vor dem Etappenort Hinojosa del Duque führte der Weg noch 800 m auf der Landstrasse wo nicht allzu viele, dafür schnelle Fahrzeuge vorbei brausten. Auch das Industriegebiet war nicht berauschend. Als Unterkunft wählte ich eine Pension, so habe ich wieder mein Zimmer und kann am Morgen schalten und walten wie ich mag. Später am Nachmittag setze ich mich in eine Bar, esse einen Salat und schreibe den gestrigen Bericht noch fertig. Von der Stadt machte ich noch einige Fotos, und siehe da: Auch hier ist ein Storchenpaar heimisch.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Für Morgen muss ich noch Einkaufen, es steht wieder eine lange Etappe ohne Einkehrmöglichkeit auf dem Plan. Das Meiste bekam ich in einem kleinen Laden, aber kein Brot. Mit Fragen wurde ich durch die halbe Stadt gelotst, zu einem Einkaufszentrum (300 m sind halt Ansichtssache!) Schlussendlich fand ich den Mercadona, keine 300 m von der Pension entfernt. Dafür habe ich wenigstens noch den Weg für Morgen gefunden. Am Abend war ich noch in einer Bar für einen Wein mit Tapa. Im Fernseher lief Bayern gegen Real und (fast) alle sahen zu. Kurz nach der Pause zog ein Gewitter mit Hagelschauer auf und brachte die Leute dazu, vom Spiel weg zu gehen und dem Hagel zuzusehen. Mein Heimweg verzögerte sich dadurch auch noch ein wenig. Der Spuk dauerte nicht lange und ich kam trocken zur Pension.

Dieser Beitrag wurde unter Mozarabischer Jakobsweg veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Kommentare zu 18. Alcaracejos – Hinojosa del Duque

  1. Fischer Rosmarie sagt:

    Gäll Peter, altes Brot ist nicht hart, aber kein Brot ist hart. Ich wünsche dir weiterhin guten Marsch mit vielen ,schönen Pflanzen und Tiere abseits der Strasse.
    Grüsse us Schlaate Rosmarie Fischer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.