Schleitheim – Rheinfall

Sonntag 20. August 2017     17.3 km

 

Siblinger Höhe
Siblinger Höhe - Richtung Schleitheim

14 Grad – Sonnenschein, ein idealer Wandertag. Mein Ziel ist der Rheinfall. Auf dem Radweg laufe ich Richtung Siblingerhöhe. Einige Radfahrer nützen das schöne Wetter auch schon. Einer hält neben mir und fragt mich, ob ich eine grössere Tour vorhabe. Ich erzählte im, dass ich an den Rheinfall laufe und er gab an, dass er nach Wilchingen fahre. Ich weiss nicht, ob ich kennen sollte oder nicht. Unter dem Helm und mit Fahrradbrille kennt man die Leute nicht mehr. Vielleicht wollte er auch nur die Gelegenheit benutzen, im steileren Aufstieg eine Verschnaufpause einzulegen. Von der Siblingerhöhe nehme ich nicht den Radweg sondern zwischen ihm und der Hauptstrasse über den Rosenacker. Vom Siblinger-Schlossranden grüsst der Randenturm. Da muss ich nächstens auch wieder mal hoch.

Siblinger Randenturm

Siblingen passiere ich auf der Hauptstrasse. Bei der Brandruine sieht es immer noch gleich aus. Einzig die verbrannten  Balken des Dachstockes der Scheune ragen nicht mehr in den Himmel. Der Wanderweg führt zum Fohrenhof hinauf. Hier wird der Blick frei weit in den Klettgau hinunter. Nach dem Fohrenhof fällt der Weg wieder ab. Diese Abstiege mag ich überhaupt nicht. Das sind die Wege, wonach die Knie schmerzen. Zum Glück ist es nicht so weit bis der nächste Aufstieg und Übergang nach Löhningen kommt. Einige Wanderer kommen entgegen. Geht’s auf den Randen? Der  Haldenweg bringt mich in die Reben.

Löhniger Trauben
Rote Trauben
Löhningen
Löhniger Trauben
Beringer Reben

Die Rebstöcke hangen voller Trauben. Wenn das Wetter so bleibt, wird es sicher wieder einen hervorragenden Wein zu geben. In Löhningen wird überwiegend Weisswein produziert (ca. 80%). Der Beringer Rebberg löst den Löhninger ab. Die roten Trauben haben auch schon eine schöne Farbe angenommen. Unmittelbar vor dem Dorf fällt ein Stück mit sehr grossen Trauben auf. Nach den Reben montiere ich die Gummipuffer auf den Stöcken. Von hier bis zum Rheinfall laufe ich nur noch auf asphaltierten Wegen. Ein kurzes Stück verlauft entlang der Hauptstrasse und den Rest bis Neuhausen auf dem Radweg. Dieser eher langweilige Teil muss einfach gelaufen werden. Einzig im Gestrüpp am Bahndamm findet man noch ein bisschen Abwechslung.

Beringen Enge

In der Enge, wo sich die Strasse und die Bahnlinie durch das Tor zum Klettgau drängen, überblickt man die Baustelle des sich im Bau befindenden Galgenbuck-Tunnels. In zwei Jahren soll er fertig werden und Neuhausen entlasten. Bereits beim Bad. Bahnhof (Bad. = badischer, sprich Bahnhof der DB) hört man das Rauschen von Rheinfall. Ein schmales Weglein führt hinunter zum Rheinfall. Unten kommen mir viele Sportler mit Startnummern entgegen, begleitet von ihren Familien und Freunden. Heute fand der Rheinfall-Lauf statt, mit Strecken von 21.1 km (Halbmarathon), 6.8 km und zwei  Kurzstrecken für Jugendliche und Kinder. Der Halbmarathon führte nach Rheinau und auf der andern Rheinseite zurück zu Rheinfall, wo das Ziel war.

Rheinfall
Rheinfall
Rheinfall
Am Rheinfall
Rheinfall

Zusammen mit den Touristen gab es fast ein Gedränge. Ich laufe noch bis zum Schlösschen Wörth und dann zurück. Zwischen den Besuchern aus aller Welt dränge ich mich die Treppen dem Fall entlang hoch. Von hier sind es noch 800 m bis zur Bushaltestelle Rheinhof. Nach 5 Minuten kommt schon der Bus, der mich zurück nach Schleitheim bringt.

 

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