13. Monasteria de Oseira – Laxe

Sonntag 24. Mai 2015     30.5 km

Letzte Nacht schlief ich sehr gut. Es war kühl und ruhig. Unter den Matratzen war ein Brett eingelegt, dadurch lag man gerade und doch nicht hart. Die ersten stehen vermutlich um sechs Uhr auf. Ich habe keine Uhr, das Handy liegt abseits beim Laden. Ich stehe dann auch mal auf und richte mich gemütlich. Als ich loslaufe ist es viertel vor sieben. Gleich nach dem Kloster geht’s den Berg hinauf. Zurückblickend sieht man die Grösse des Klosters.  Die ersten zehn Kilometer sind anstrengend mit vielen unebenen Auf- und Abstiegen. Drei Stunden brauche dazu. Dort wo die beiden Routen wieder zusammenkommen, mache ich eine Pause. Ab dort verläuft die Strecke eine Zeit lang entlang der Strasse, aber auch durch Wälder und einige kleine Dörfer. Das Auf und Ab ist jetzt moderater oder mindestens auf besseren Wegen. Nach zweidrittel der Strecke überquere ich die Höhe Santo Domingo (Heiliger Sonntag). Ein treffender Name für heute Pfingstsonntag. Die Landschaft gleicht teilweise der unseren, ausser es hat Ginster oder die violetten Sträucher. Da der Weg häufig im Schatten verläuft oder ein leichter Wind weht, lege ich den Hut erst spät an Dafür brennt mir am Abend das Gesicht. Das Laufen in den alten Schuhen ist um einiges angenehmer. Bis zum Ende der Etappe spüre ich trotzdem einen Druck in den Füssen und in den Oberschenkeln. Kurz vor Laxe, dem heutigen Etappenziel überholt mich noch die Südafrikanische Velopilgerin, die letzte Nacht auch im Kloster nächtigte. Noch vor drei Uhr treffe ich in der Herberge ein. Sie ist erst halb voll und so kann ich ein unteres Bett  belegen. Bis zum Abend füllt sie sich. Unten in der Herberge ist das Wahllokal der Gemeinde. An diesem Sonntag finden Regionalwahlen statt. Am Abend erhalte ich noch ein Telefon von Willi Stamm, der sich nach meinem Befinden erkundigt. Zum Essen gehe ich in die Bar die sich ca. 500 Meter weiter befindet. Dort unterhalte ich mich noch mit dem deutsche Paar, welches gestern ebenfalls im Kloster war. Sie starteten in Portugal. Trotzdem ich keinen grossen Hunger habe, bestelle ich das Menü. Es gibt zur Vorspeise einen grossen gemischten Salat und zur Hauptspeise Fleisch mit Pommes. Dazu ein kleines Dessert und  natürlich eine Flasche Wein. Zum Tagesabschluss gehört dann noch ein Kaffee mit Brandy.

13. Monasteria de Oseira - Laxe
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