12 Cáceres – Albergue Alcántara

Freitag 28. März                   34.3 km

Um sechs Uhr läutete der Wecker. Ich hatte genügend Zeit um alles in Ruhe zusammen zu packen. Aus Cáceres war ich ziemlich schnell raus und zwar auf der Parallelstrasse zu derjenigen in der wir 2010 im Hotel waren. Ich weiss noch genau, dass ich in der Nähe der Stierkampfarena einen Parkplatz fand. Auf der Strasse traf ich niemanden. Erst auf der grossen Strasse kam langsam Verkehr auf. Zuerst ging’s ein paar Kilometer auf der Landstrasse bis der Weg davon weg führte. Genau an der Stelle stand eine WC-Schüssel einsam auf einem Erdhügel. Bereits am Morgen musste ich die Regenhose anziehen. Den ganzen Tag über regnete es, am Morgen nur ganz leicht, am Nachmittag etwas mehr, aber immer noch ganz human. Der Weg führte über eine Hochebene, es war fast wie auf einer Alp. Weiden und Gebüsch wechselten sich ab und überall lagen Felsbrocken. Zum Teil war der Weg identisch mit der alten Römerstrasse. Dann wurde der Blick frei auf den Stausee Alcántara. Ein riesiger See, der durch das Stauen des Tajo, des längsten Flusses der iberischen Halbinsel, entsteht. Der See war recht gut gefüllt, was gut für die Landwirtschaft der Extremadura ist.

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Bevor es zum See runter ging, versperrte eine grosse Bahn-Baustelle den Weg und zwang die Wanderer zu einem Umweg. Die letzten sechs Kilometer führte der Weg auf dem Seitenstreifen der Landstrasse, immer mehr oder weniger dem See entlang. Zwei grosse Brücken für den Hochgeschwindigkeitszug AVE
waren im Bau, eine über den Tajo, die andere über einen andern Zufluss oder Seitenarm. Nach 34 km war die Herberge am See erreicht. Kurz vor der Herberge holte ich zwei Frauen ein. Sie waren aus Italien, aber eine ist Schweizerin, 62 jährig, aus Gams. Wir waren die einzigen in der Herberge. Mit 15 € war es bislang die teuerste. Mindestens konnte man seine Wäsche abgeben zum Waschen lassen. Die Herberge war nicht
beheizt. Es gab eine Cafeteria wo man Getränke und Dosensuppe kaufen und wärmen konnte. Ich hatte gerade noch Zeit, die Emails abzurufen und den Wetterbericht zu schauen, dann wurde der Strom wegen Reparaturarbeiten bis acht Uhr abgestellt. Leider funktionierte nachher das Internet nicht mehr.

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Am Abend schien noch kurz die Sonne und zeichnete einen wunderbaren Regenbogen über die Herberge. Im Schlafsaal hatte es Daunendecken im Schrank. Zum Schlafen legte ich mir eine über den Schlafsack und hatte so schön warm. Ich schrieb noch Emails, die ich aber von hier nicht mehr abschicken konnte.

12 Cáceres – Albergue Alcántara
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